Im Sommer zieht die Schule um

Wie der Neubau von St. Franziskus den Schulalltag für Kinder und Lehrer einfacher macht

Noch prägt Platzmangel den Alltag an der Schule St. Franziskus in Ingerkingen. Auf 60 Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung wurde das Schulhaus vor mehr als 40 Jahren ausgelegt. Heute zählt St. Franziskus fast doppelt so viele Schüler. Umso sehnlicher warten die Lehrer und Schüler auf den Anbau, der im Sommer fertiggestellt werden soll. Jedes Klassenzimmer besitzt künftig einen Nebenraum, der es einfacher macht, differenziert zu unterrichten. Und der Neubau hat noch mehr zu bieten.
Vor eindreiviertel Jahren begannen die Bauarbeiten auf dem Gelände der Schule St. Franziskus. Im direkten Anschluss an das alte Schulhaus wurde ein 42 mal 42 Meter großer Neubau errichtet. Außen muss noch die Holzfassade angebracht werden, innen läuft der Ausbau auf Hochtouren. Im Erdgeschoss finden Schüler und Lehrer künftig einen Therapie- sowie einen Mehrzweckraum, in dem Ruheangebote gemacht werden oder auch die Band proben kann. Der riesige Speisesaal kann für Schulfeste genutzt werden, außerdem ist geplant, ihn zu vermieten. „Er soll für die Gemeinde offen sein, wir wollen Teil des Orts sein“, sagt Robert Stirner, Lehrer und Baubeauftragter von St. Franziskus. Hauswirtschafts-, Verwaltungsräume und ein begehbarer Innenhof finden sich ebenfalls im Erdgeschoss.
Klassenzimmer mit Nebenraum
Im ersten Stock sind Lehrer-, Lehrmittel-, Therapiezimmer, ein Auszeitraum, die Schülerbibliothek und die sieben Klassenzimmer untergebracht. Jeder Klassenraum verfügt über ein eigenes Hilfsmittelzimmer, in dem zum Beispiel Rollstühle abgestellt werden können. Außerdem besitzt es einen Nebenraum. „Das macht es einfacher, differenziert zu unterrichten“, sagt Konrektor Thomas Kehm. So kann sich ein Teil der Klasse bei Bedarf im Nebenraum mit einer anderen Aufgabe beschäftigen oder eine Auszeit nehmen. „Auszeiten brauchen unsere Schüler, deshalb freuen wir uns besonders auf die Nebenräume“, erläutert Kehm. Er und Stirner schätzen es außerdem, dass die Flure so breit sind, dass man dort ebenfalls sitzen und lernen kann.
„Durch die hohen Fenster haben wir viel Licht im Klassenzimmer“, hebt der Konrektor einen weiteren Vorzug des Neubaus hervor. Holzwände und -decken sorgen für eine angenehme Atmosphäre. „Es ist faszinierend zu sehen, wie Naturmaterialien die Stimmung in einem Zimmer beeinflussen“, so Stirner. „Unsere Schüler werden von den strukturierten Räumen, der Ruhe fürs Auge bietenden Innengestaltung und von dem Wegeleitsystem im Neubau profitieren.“
Kosten: 7,8 Millionen
Mit 7,8 Millionen Euro bildet der Neubau eine Großinvestition für die St.-Elisabeth-Stiftung. Vom Land fließen laut Kehm rund 500 000 Euro Fördergelder. Den Rest der Summe muss die Stiftung selbst aufbringen. Mit dem Baubeginn wurde deshalb eine Spendenaktion angestoßen. „252 000 Euro von den anvisierten 300 000 Euro gingen bereits ein, darunter eine Vielzahl von Kleinspenden“, freut sich der Konrektor. Weitere Spenden seien willkommen, heißt es vonseiten der Stiftung, sie sollen insbesondere in die Ausstattung von Therapie- und Motorikräumen fließen.
Mitte Juli ist die offizielle Einweihung geplant. Zu Beginn der Sommerferien ziehen die Grund- und ein Teil der Hauptstufe in ihr neues Domizil. Der andere Teil der Hauptstufe bleibt im Altbau. Dort gilt es die Räume neu aufzuteilen, weshalb auch dort im Lauf der Ferien ein Umzug ansteht. Und dann ist schon das nächste Bauprojekt in Sichtweite. Das Haus Raphael mit seinen Wohngruppen soll durch zwei Neubauten ersetzt werden. Im September sei der Spatenstich anvisiert, sagt Stirner, der mit zwei Jahren Bauzeit rechnet. Im Anschluss soll Haus Raphael abgerissen werden- während sich am Horizont die Frage auftut, ob noch ein Bauvorhaben kommt. Der Altbau der Schule sei technisch veraltet, die Nutzung laut Architekt noch etwa zehn Jahre sinnvoll, so Stirner. „Ob neu gebaut wird, wurde aber noch nicht entschieden.“
Spenden für den Neubau gehen auf das Konto der St.-Elisabeth-Stiftung, Verwendungszweck Bau SSF, IBAN: DE18 750 903 000000 300 500. Online-Spenden sind möglich unter www.bauen-sie-mit.de
(Quelle: Schwäbische Zeitung)

Neues aus dem Gemeinderat

Aktuelle Informationen vom Gemeinderat finden Sie unter Neues aus dem Gemeinderat oder unter dem Bürgerinformationsportal.

Ergebnis Europa- und Kommunalwahl 2019

Das Ergebnis der Europa- und Kommunalwahl erfahren Sie hier

Sommerferienprogramm 2019

Weitere Informationen finden Sie hier.

Energetische Sanierung - Straßenbeleuchtung

Zuwendung des Bundes für die Sanierung der Straßenbeleuchtung mittels LED-Technik 2017

Link ((243,2 KB))

Zuwendung des Bundes für die Sanierung der Straßenbeleuchtung mittels LED-Technik 2018

Link ((247,4 KB))

Zuwendung des Bundes für die Sanierung Innen- und Hallenbeleuchtung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

Link ((223,3 KB))

Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Verordnung – FFH-VO)

FFH-Verordnung ((155,9 KB))

Imagefilm