Die Ingerkinger Halle soll saniert werden

Diese Gründe sprachen gegen einen Neubau

Die Ingerkinger Turn- und Festhalle stammt aus den 1960er-Jahren und weist mittlerweile gravierende Mängel auf, unter anderem beim Brandschutz. Hatte der Gemeinderat Anfang des Jahres noch zu einem Neubau tendiert, stehen die Zeichen jetzt auf Sanieren. Denn in dem Fall sind die Aussichten auf Fördergelder aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) höher.
„Ziel ist eine Kernsanierung“, sagte Bürgermeister Mario Glaser im Gemeinderat. „Von der alten Halle bleiben nur drei Wände und die Bodenplatte stehen. Die Halle bekommt ein ganz neues Gesicht.“
Eine Reihe von Argumenten hatten Verwaltung und Ortschaftsrat im Vorfeld abgewogen. Gegen die Sanierung sprach, dass die Halle während der Arbeiten für ein bis eineinhalb Jahre als Veranstaltungsort und Sportstätte wegfällt. Das habe Auswirkungen auf den Schulsport und die Vereine, heißt es vonseiten der Verwaltung. Bei einem Ersatzbau wäre das nicht der Fall. Allerdings käme als Standort für eine neue Halle nur der Festplatz infrage. Die Folge wäre jedoch, dass der Festplatz künftig wegfalle, erläuterte Glaser.
Strenge Vorgaben
„Entscheidend in der Frage, ob saniert oder gebaut wird, ist aber die Fördersituation“, betonte er. Maximal eine halbe Million Zuschuss könnte aus dem ELR fließen. „Die Förderwahrscheinlichkeit ist bei einer Sanierung höher“, sagte der Bürgermeister. Im Fall eines Ersatzbaus müsste außerdem wegen der ELR-Vorgaben mit Holz gebaut werden, was 300 000 bis 400 000 Euro Mehrkosten verursachen würde. Damit würde der Großteil des 500 000-Euro-Zuschusses aufgefressen werden. Hinzu kommt, dass der Ersatzbau wirtschaftlicher sein müsste als eine Sanierung, das besagen die Fördervorgaben. Ob dies bei einem Holzbau der Fall wäre, müsste erst geprüft werden, heißt es in der Verwaltungsvorlage. „Es macht keinen Sinn“, sagte Glaser über den Ersatzbau. Auch der Ortschaftsrat und die Vereine hatten bei einem Treffen vor zwei Wochen die Sanierung favorisiert.
Eine Lösung für die Narrenzunft, deren Vereinsheim in der Halle wegfallen wird, scheint zudem gefunden. Für die Zunft sei ein Raum vorgesehen, ein Beitrag werde dafür nicht verlangt, berichtete der Bürgermeister.
Zuschuss schwierig zu ergattern
Der Gemeinderat hat nun folgendem Vorgehen zugestimmt: Bis Herbst stellt die Verwaltung den Antrag auf ELR-Förderung beim Regierungspräsidium. Zudem wird ein Architektenwettbewerb vorbereitet und umgesetzt, dieser muss europaweit ausgeschrieben werden. Wenn die Zuschussentscheidung gefallen ist, soll das weitere Vorgehen abgestimmt werden.
„Der größte Punkt ist die Frage, ob wir die ELR-Mittel 2020 bekommen. Sollte das nicht der Fall sein, muss man klären, wie man generell mit der Maßnahme umgeht“, sagte Glaser. Ganz einfach dürfte es nicht werden, die Gelder an Land zu ziehen, machte er klar. „Die Maßnahme ist nicht ganz typisch für das ELR. Dieses geht eher in Richtung Wohnraumbeschaffung. Es braucht ein wenig Glück, Vorgespräche und Unterstützung.“
Neben dem ELR-Zuschuss sollen 250 000 bis 400 000 Euro aus dem Ausgleichsstock und 100 000 Euro aus der Sportstättenförderung beantragt werden. „Die Zuschüsse brauchen wir auch, die verbleibenden Kosten von drei Millionen sind noch sehr beachtlich“, sagte Glaser. Er rechnet damit, dass - vorausgesetzt alles läuft glatt - Mitte/Ende nächsten Jahres mit der Maßnahme begonnen werden könnte.
(Quelle: Schwäbische Zeitung)

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Ergebnis Europa- und Kommunalwahl 2019

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Energetische Sanierung - Straßenbeleuchtung

Zuwendung des Bundes für die Sanierung der Straßenbeleuchtung mittels LED-Technik 2017

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Zuwendung des Bundes für die Sanierung der Straßenbeleuchtung mittels LED-Technik 2018

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Zuwendung des Bundes für die Sanierung Innen- und Hallenbeleuchtung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

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Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Verordnung – FFH-VO)

FFH-Verordnung ((155,9 KB))

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