Diesjährige Ernte ist überwiegend zufriedenstellend

Wetterkapriolen mit Hagel und Starkregen bescheren regionale Unterschiede im Ertrag

Altheim
Mit der diesjährigen Ernte zeigt sich der Kreisbauernverband Biberach-Sigmaringen zufrieden. Auch wenn noch nicht alle Frucht eingebracht ist, zeichnet sich ein zufriedenstellender Ertrag ab. Gut waren die Ergebnisse bei der Wintergerste, schlechter sieht es dieses Jahr beim Winterraps aus. Trotzdem sei er zufrieden und dankbar, sagte Gerhard Glaser, Kreisobmann des Kreisbauernverbands, beim Presseerntegespräch auf dem Hof von Rainer Buck in Altheim am Donnerstagmorgen.
Das Wetter hat es den Landwirten in diesem Jahr nicht einfach gemacht. Bis vor Kurzem waren Hitze und Wassermangel ein allgegenwärtiges Thema. Durch die trockene Witterung der vergangenen Monate bahnte sich ein schnelles Abreifen der Bestände sowie Ernteverluste und Qualitätseinbußen an. Zu verzeichnen ist ein hoher Strohertrag, was deutlich macht, dass viele ährentragende Halme für eine sehr gute Ernte vorhanden gewesen wären.
Der Regen und die regionalen Gewitter der vergangenen Tage sorgten allerdings dafür, dass in manchen Regionen nicht geerntet werden konnte. Richtung Illertal sei zwar ziemlich alles abgedroschen, auf der Schwäbischen Alb hingegen stehe noch ein großer Teil der Frucht. „Das Zittern und Bangen ist noch nicht überall zu Ende“, so Glaser. Zwar waren die Flächen nach starkem Regen relativ schnell wieder befahrbar, weil der Boden das Wasser schnell aufgenommen hatte, allerdings war das Getreide meist zu feucht zum Dreschen. Nun hoffen die Landwirte auf drei Tage gutes Wetter, um den Rest der Frucht, überwiegend Weizen, einzubringen. Denn wer sein Getreide diese Woche nicht mehr eingefahren bekommt, muss in jedem Fall mit Qualitätseinbußen rechnen.
Bei der Wintergerste wirkte sich die Trockenheit nicht so stark aus, sodass die Ernte mit durchschnittlich 80 bis 85 Dezitonnen (dt, entspricht 100 Kilo) pro Hektar (ha) ausfiel. Laut Glaser sei die Qualität gut, der Ertrag zufriedenstellend bis leicht überdurchschnittlich. Auch der Weizen baute trotz der Herbsttrockenheit gute Ähren auf, die allerdings wegen der Hitze kleiner blieben. Durchschnittlich wurden 80 bis 85 dt/ha geerntet. Auch bei der Sommerbraugerste konnten die Landwirte mit einem durchschnittlichen Ertrag von 65 bis 70 dt/ha ein besseres Ergebnis als im Vorjahr einfahren.
Einbußen beim Raps
Deutliche Einbußen müssen die Landwirte beim Winterraps verzeichnen. Einschränkungen beim Pflanzenschutz sowie die ausgeprägte Sommer- und Herbsttrockenheit im vergangenen Jahr führten insgesamt zu einem deutlich verringerten Anbauumfang. Der Ertrag wird im Schnitt gerade noch 40 dt/ha erreichen, bei schlechterer Ölausbeute als im vergangenen Jahr.
Mais, Zuckerrüben und Soja hätten noch Zeit zum Wachsen, so Glaser. Hier sei entscheidend, wie es mit der Witterung weitergehe. Alle Kulturen hätten zwar unter der Hitze gelitten, allerdings kamen die Niederschläge der vergangenen Tage hier meist zum richtigen Zeitpunkt. Auch das Grünland habe sich in diesem Jahr deutlich besser entwickelt als im Vorjahr. Probleme hatte nur, wer wegen des trockenen Herbsts Lücken im Bestand nachsäen wollte. Glaser ging beim Pressegespräch auf den Landwirt als Landschaftspfleger, das Artensterben bei den Insekten und auch auf den Tierskandal in Bad Grönenbach ein, den er scharf verurteilte. „Aber Grönenbach ist nicht überall“, sagte er und befürchtete einen Kontrollwahn, den solche Geschichten nach sich zögen. Die Antwort auf Grönenbach könne nicht heißen, 24-Stunden-Kontrollstaat über allen Bauernhöfen, sondern Verantwortung zu stärken, wo sie hingehöre. Als Beispiel nannte er die App „Q-Wohl“.
Von etwa den gleichen Ernteergebnissen wie der Kreisbauernverband geht der Altheimer Landwirt Rainer Buck aus. Noch etwa die Hälfte seiner 16 Hektar Weizenfläche muss der Gastgeber des Presseerntegesprächs einbringen. Er hofft auf gutes Wetter in den kommenden zwei bis drei Tagen. Seinen Familienbetrieb treibt er mit 2,5 Arbeitskräften um. 550 Mastschweine, 150 Hektar Ackerland und zehn Hektar Grünland gehören zum Betrieb. Neben Sommer- und Wintergerste baut der Landwirt Weizen und Roggen an. Ackerbohnen, Erbsen und Soja werden für heimisches Futtermittel angepflanzt, außerdem Zuckerrüben und auf zehn Prozent der Fläche Mais, der in eine Biogasanlage geht. Auch Raps, der in die örtliche Ölmühle geliefert wird, baut Buck an. Zwischen fünf und zehn Hektar seiner Fläche legt Buck jährlich auf freiwilliger Basis still. Das erhält den guten ökologischen Zustand der Böden.
(Quelle: Schwäbische Zeitung)

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