Pio­nier des Mar­ti­nus-Pil­ger­wegs

Jakobsweg war nur der Anfang - Über Eugen Englers besonderen Martinuswegauftrag

Schemmerhofen - Auf ausgeschilderten Pfaden pilgern viele. So hat es auch Schemmerhofens Altbürgermeister Eugen Engler gemacht, als er vor fünf Jahren seine erste Reise nach Santiago de Compostela unternahm. Aber dabei blieb es nicht. Auf einer zweiten großen Pilgerreise wurde er zum Pionier. Gemeinsam mit Prälat Werner Redies hat er eine zusätzliche Pilgerroute für den Martinusweg vom ungarischen Szombathely nach Tours festgelegt: die 2500 Kilometer lange "mittlere Route", die durch Süddeutschland führt.
Mit einer Pilgerreise hatte Eugen Engler seit 30 Jahren geliebäugelt. "Aber ich sagte mir immer, ich habe keine Zeit", erzählt er. Als er vor fünf Jahren in den Ruhestand wechselte, war auf einmal die Gelegenheit da, und Engler nutzte sie. "Am 29. April laufe ich los", kündigte er spontan in einem Gespräch mit einem Gemeinderat an. Und er hielt Wort. Ausgestattet mit dem Handy und GPS-Daten, der passenden Ausrüstung und der Erfahrung aus einigen Testtouren, bei denen ihn seine Frau einmal völlig geschafft bei Muttensweiler aufgabelte, machte er sich auf den Weg nach Santiago de Compostela: am 29. April, Punkt 8 Uhr.
Weit weg vom Berufsstress
88 Tage war er unterwegs, 88 Tage, in denen er mal allein, mal mit anderen Pilgern unterwegs war, in denen er redete und auch schwieg, in denen er die Natur erlebte, Kirchen am Wegrand anschaute, dort manchmal auch eine Kerze anzündete. "Wenn man die Berge, die Landschaft sieht, empfindet man, wie klein man ist und wie groß und mächtig die Natur", schildert Engler seine Eindrücke. Der Dauerstress seines bisherigen Alltags als Bürgermeister rückte weit weg. "Man entschleunigt, Pilgern ist eine ganz besondere Erfahrung", sagt er. Sein Ziel sei gewesen, gesundheitlich fit zu werden und Abstand vom Job zu erreichen. Das sei gelungen. "Das Pilgern war das Optimale für ihn, er war ja mit seinem Job verheiratet", bestätigt seine Frau Josefa.
Zurück aus Santiago de Compostela ließ Engler das Pilgern nicht mehr los. Aber statt einer gewöhnlichen Pilgerreise nahm er 2014, 2015 und 2016 eine außergewöhnliche Herausforderung in Angriff. Prälat Werner Redies suchte einen Mitstreiter für das - auf den verstorbenen Bischof Georg Moser zurückgehende - Projekt "mittlerer Martinusweg". Der große Pilgerweg auf den Spuren des Heiligen Martin verlief bis dato auf einer Südroute vom ungarischen Szombathely, dem Geburtsort des Heiligen, über Oberitalien ins französische Tours, wo Martin als Bischof wirkte. Die Aufgabe für Engler und Redies lautete nun, einen zusätzlichen mittleren Weg festzulegen, der durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart führt.
Neue 2500 Kilometer lange Route
Die offizielle Seite, sprich die Diözese, kontaktierte die anderen Diözesen und Bistümer im Bereich der möglichen mittleren Route, also in Ungarn, Österreich, Süddeutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich. So kam eine Liste mit Martinuskirchen zusammen, an denen der künftige Weg vorbeiführen sollte. Damit machten sich Engler und Redies ans Werk. Am Schreibtisch auf klassischen Landkarten tüftelten sie eine Route aus, um dann als Pioniere die gesamte Strecke abzugehen, wo nötig den Verlauf zu ändern und alles mit GPS zu erfassen. Die 2500 Kilometer verteilten sie auf drei Pilgerreisen: Im ersten Jahr ging es von Ungarn bis Oberschwaben, im nächsten weiter bis Luxemburg und im dritten Jahr schließlich bis Tours.
Jeweils fünf Wochen waren die beiden unterwegs. Die ausgesuchten Wege erwiesen sich teils als gut, teils aber auch als ungeeignet. "Da sagt man manchmal: ,Martinus, es ist dein Weg, zeig uns den rechten'", erzählt Engler schmunzelnd. Immer wieder planten die beiden Pioniere um, suchten bessere und - das war ihnen wichtig - schönere Wege. Einheimische wurden auf sie aufmerksam. "Wenn wir vom Projekt "mittlerer Martinusweg" erzählt haben, sind die Leute neugierig geworden, manchmal wurden wir eingeladen. Es war richtig nett", erzählt Engler.
Abends saßen die zwei dann am iPad, um die GPS-Daten an eine Fachfirma zu übermitteln, außerdem hatten Engler und Redies ihren eigenen Blog, in dem sie von ihrer ungewöhnlichen Pilgerreise berichteten.
"Die Pionierarbeit war hochinteressant", sagt Engler rückblickend. "Zu wissen, dass diesen neuen Weg künftig viele Menschen laufen werden, das hatte einen besonderen Reiz." Inzwischen ist der "mittlere Martinusweg" ein offizieller Pilgerweg, zu dem die Diözese im Internet Kartenmaterial anbietet. Eugen Engler hat bereits einige Vorträge über die neue Route gehalten.
Ihn lässt das Pilgern seither nicht mehr los. 2017 lief er von Ligugé nach Tours, in diesem Jahr möchte er ein Stück auf dem Jakobsweg gehen. Im Hinterkopf hat er schon eine weitere Pilgerreise. "Der Franziskusweg von Assissi nach Rom würde mich reizen", sagt er.
Karten und Infos zum "mittleren Martinusweg" gibt es unter www.martinuswege.eu
(Quelle: Schwäbische Zeitung)

Sommerferienprogramm 2018


Programmheft (1,01 MB)

Sperrung der Bahnverbindung Ulm - Laupheim - Ersatzbusverkehr

Auswirkungen auf Bahnverbindung Laupheim - Aulendorf - Friedrichshafen

Die Südbahn wird zwischen Ulm und Friedrichshafen bis 2021 in mehreren Etappen elektrifiziert. Die erste Bauphase beginnt am Montag, 10. September und endet am Freitag, 21. Dezember 2018. Aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen muss der Streckenabschnitt zwischen Ulm Hbf und Laupheim West/Stadt komplett gesperrt werden.
Wir möchten Sie hiermit über Baumaßnahmen auf der Kursbuchstrecke 751 informieren.
Die Sonderinformation wird im Internet unter https://bauinfos.deutschebahn.com sowie auf der RAB Seite https://www.zugbus-rab.de online gestellt.
P.S.: Tagesaktuelle Informationen zu unseren Baustellen im Internet unter: www.deutschebahn.com/bauinfos
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Energetische Sanierung - Straßenbeleuchtung

Zuwendung des Bundes für die Sanierung der Straßenbeleuchtung mittels LED-Technik 2017

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Zuwendung des Bundes für die Sanierung der Straßenbeleuchtung mittels LED-Technik 2018

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Zuwendung des Bundes für die Sanierung Innen- und Hallenbeleuchtung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

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Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Verordnung – FFH-VO)

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Einheitlicher Zahlungsverkehr SEPA

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