Im Burrenweg geht es voran

Erschließung des Aßmannshardter Baugebiets soll im Mai beginnen

Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan für das Wohnbaugebiet Burrenweg im Schemmerhofer Ortsteil Aßmannshardt vorbehaltlich der Entscheidung des dortigen Ortschaftsrats endgültig aufgestellt. 25 Bauplätze sollen dort entstehen.
In der Sitzung am Montagabend informierte Jürgen Rapp vom Biberacher Ingenieurbüro RSI über die eingegangenen Hinweise aus der Bevölkerung und vom Träger der öffentlichen Belange wie Landratsamt Biberach und Regierungspräsidium Tübingen. Nach Angaben von Rapp könnten die potenziellen Bauherrn im Sommer nächsten Jahres mit dem Bauen oder Aufstellen ihrer Häuser beginnen. Mit der Erschließung soll im Mai dieses Jahres begonnen werden.
Das Projekt wird nach Paragraf 13b Baugesetzbuch abgewickelt. Demnach wird das Baugebiet in Aßmannshardt im beschleunigten Verfahren ausgewiesen und es müssen auch keine Ausgleichsflächen bereitgestellt werden. Allerdings sieht diese Vorgehensweise dann auch ausschließlich Wohnbebauung vor. Selbst sogenanntes nicht störendes Kleingewerbe ist in dem künftigen Wohngebiet nicht zugelassen. Die etwa 1,9 Hektar große Acker- und Grünfläche am Südrand von Aßmannshardt soll in insgesamt 25 Grundstücke aufgeteilt werden mit Flächen zwischen 530 und 930 Quadratmetern. Es darf nach offener Bauweise geplant werden, das heißt, es sind Einfamilien- und Doppelhäuser möglich. Auch über die Ausgestaltung der Dächer gibt es keine Vorgaben.
Dennoch müsse man jetzt nach den eingegangenen Hinweisen darauf achten, dass das vorhandene Biotop geschützt bleibt und nicht beeinträchtigt wird. Das neue Baugebiet grenzt an das Biotop "Hohlweg", das laut Artenschutzprüfung "eine gewisse Bedeutung für Brutvögel und als Jagdhabitat für Fledermäuse" hat. Der Gemeinderat entschied sich in Abstimmung mit Rapp und den Behörden, auf Gehwege in dem neuen Baugebiet zu verzichten. "Es wird keinen Durchgangsverkehr geben und wir werden Spielstraßen ausweisen, sodass dies nicht nötig ist", sagte Rapp.
Bürgermeister Mario Glaser fügte hinzu, dass dies in der jüngeren Vergangenheit in den meisten vergleichbare Baugebieten so gehandhabt wurde. "Auch einen öffentlichen Spielplatz wird es im Burrenweg nicht geben", stellte Glaser klar, zumal der nächste öffentliche Spielplatz lediglich 400 Meter entfernt sei. Dies geschehe auch in Anlehnung an andere Baugebiete und zudem sei heute fast jeder private Garten mit einem Trampolin oder einer Schaukel ausgestattet.
Kein Pflanzgebot beschlossen
Die Gemeinde muss für eine ausreichende Begrünung des Gebietes sorgen. Was dann der Bauherr selbst anpflanzt, bleibt ihm überlassen. "Wir werden allerdings unser übliches Informationsblatt zur Verfügung stellen, in dem wir auf geeignete, vor allem heimische Pflanzen hinweisen", sagte Glaser. Ein generelles Pflanzgebot lehnten Bürgermeister und Rat bei einer Enthaltung ab.
Eine kurze Diskussion gab es bei der Ansiedlung der notwendigen Trafostation im Baugebiet, die noch entgegen der vorliegenden Planung leicht verändert werden müsse. Zudem hatte ein Angrenzer den Einwand vorgebracht, dass durch die Wohnbebauung an zwei Grundstücken während der Wintermonate seine in unmittelbarer Nähe des neuen Baugebiets liegende Photovoltaikanlage beeinträchtigt werde und so weniger Leistung erbringen könne.
Aßmannshardts Ortsvorsteher Uwe Felger forderte dazu auf, dieses Einzelinteresse hinter die Interessen der Allgemeinheit zurückzustellen. Der Gemeinderat folgte dieser Ansicht und so wurden die zwei betreffenden Grundstücke der ursprünglichen Planung zugeführt und damit wieder vergrößert.
(Quelle: Schwäbische Zeitung)

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